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aus dem Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
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Zusätzlicher Urlaub für Menstruationsgeplagte: Mehrheit dafür

In vielen Ländern sind sie bereits gelebte Praxis: zusätzliche freie Tage für Mitarbeiterinnen, die unter den Auswirkungen der Monatsblutung leiden. Deutschland und Österreich gehören nicht dazu. Nun zeigt eine Umfrage in Österreich: Für die meisten wäre ein Extra-Urlaub vorstellbar – sowohl nach Ansicht der Mehrheit der Beschäftigten als auch der Arbeitgeber*innen, aber doch mit merkbaren Unterschieden.

„Sollen Menstruationsgeplagte auch in Österreich zusätzliche freie Tage erhalten?“, wollte karriere.at von seinen User*innen in einer Online-Umfrage wissen. 39 Prozent der 318 beteiligten Arbeitnehmer*innen antworteten mit „Ja, das ist ihr gutes Recht“. 23 Prozent sprechen sich nur dann für einen Sonderurlaub aus, wenn Medikamente nicht mehr helfen. 14 Prozent sind für lediglich einen Tag. Fast ein Viertel der Befragten (24 Prozent) ist dagegen.

Von den 105 befragten Unternehmensvertreter*innen sind sogar 47 Prozent der Meinung, dass es das gute Recht von Frauen ist, menstruationsbedingt zusätzliche Freizeit zu erhalten. 29 Prozent würden ihren Mitarbeiterinnen nur dann frei geben, wenn sie mit Medikamenten kein Auslangen finden. Für zehn Prozent ist höchstens ein Tag Sonderurlaub drinnen. 14 Prozent sind gegen freie Tage und damit deutlich weniger als in der Gruppe der Arbeitnehmer*innen.

Bewusstseinsbildung und Rücksichtnahme

„Die Umfrageergebnisse zeichnen ein klares Stimmungsbild: Dass beinahe jede dritte Frau mit massiven Regelbeschwerden zu kämpfen hat, ist offenbar auch in österreichischen Unternehmen Thema. Eine Diskussion über möglichen zusätzlichen Urlaub für Betroffene kann ein Anstoß sein für noch mehr Bewusstseinsbildung, Verständnis und Rücksichtnahme aufeinander“, erklärt Thomas Olbrich, Chief Culture Officer bei karriere.at.





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