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Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
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Sexualisierung, Kriminalisierung und Ethnisierung: Kriminalisierung Schwarzer Migranten in Europa

Die Migration aus Afrika ist in der Alltagsvorstellung der meisten Menschen in Europa sehr eng mit Gefahr und Kriminalität verknüpft – als Opfer wie als Täter (vgl. Tsagué Assopgoum 2011, S. 26). In Deutschland werden vor allem nicht-deutsche (junge) Männer für kriminell gehalten. Dies lässt sich der Migrations- und Geschlechterforscherin Susanne Spindler (2006) zufolge mit der doppelten Zuschreibung von Männlichkeit und Migrationshintergrund als gewaltaffin erklären. Kriminalität wird also in engerem Sinne als Gewaltkriminalität verstanden. So gelte es oftmals als selbstverständlich, dass „Gewalt gleich männlich“ ist. Die Rede von Kriminalität, so die Forscherin weiter, sei immer schon vergeschlechtlicht, denn implizit sind damit immer Männer gemeint, andernfalls würde man die differenziertere Bezeichnung „Frauen-“ oder „Männerkriminalität“ wählen (Spindler 2006, S. 79). In der Rede von der „Ausländerkriminalität“ drückt sich zudem aus, dass Kriminalität auch deutlich ethnisiert ist (Spindler 2006, S. 317). So wird in der medialen Berichterstattung immer wieder nach der nationalen Herkunft von Tätern unterschieden (russlanddeutsche, türkische, marokkanische etc.) und damit nahegelegt, dass diese in direktem kausalen Zusammenhang zur Delinquenz stehe, ohne dass damit klar würde, worin dieser Zusammenhang besteht und unter welchen Bedingungen sie Wirksamkeit entfaltet. Nicht zuletzt spielt in der Wahrnehmung und Rede von Kriminalität auch das Alter eine Rolle: Ein Merkmal der Jugend ist es, dass geschlechtliche Identitäten nicht festgesetzt sind und Jugendliche in zum Teil konflikthafter Auseinandersetzung mit der etablierten Ordnung verschiedene Lebensentwürfe ausprobieren und damit als Störung und nicht einschätzbare Bedrohung wahrgenommen werden (Bereswill/Neuber 2010).

Entgegen der alltagsweltlichen Annahme, dass Schwarze Männer eine hypervirile und aggressive Form der Männlichkeit verkörpern, zeigen empirische Studien ein weitaus differenzierteres Bild. So gibt es unter Schwarzen Männern zwar durchaus Gewalttäter, gleichwohl nicht überproportional häufiger als unter anderen Bevölkerungsgruppen. In den polizeilichen Kriminalitätsstatistiken, also den polizeilich dokumentierten Strafanzeigen,* treten Männer aus Afrika nicht signifikant häufiger in Erscheinung als andere Männer. Kriminelles Handeln von Migranten umfasst Sachbeschädigung, Beleidigung, Taschendiebstähle, Raub und räuberische Erpressung, Ladendiebstahl und Urkundenfälschung – und auch hier sind die Täter meist eher Menschen, die gar nicht in Deutschland wohnen (z. B. grenzüberschreitende Kriminalität von Banden) (vgl. Walburg 2014).

Die Kriminalitätsforschung verweist auf die komplexen Kombinationen, die für das Entstehen von Delinquenz verantwortlich sind. Sie umfassen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, institutionellen Rassismus, rassistische Vorurteile, gesellschaftliche Perspektivlosigkeit, soziale Dynamiken in männlichen peer groups und Prozesse der Selbstfindung und -behauptung, Wohnort, Alter, Bildung sowie sozio-ökonomisch gerahmte Sozialisationsbedingungen vor allem in der Familie. Migration alleine determiniert daher kein kriminelles Handeln. Auch sind Zugehörige ethnischer Gruppen nicht an sich, d. h. ihrem Wesen nach gewaltaffin und potenziell kriminell. Während beispielsweise in Deutschland vor allem die „Jugendkriminalität“ von Jungen mit türkischem Migrationshintergrund problematisiert wird, bilden türkische männliche Jugendliche in den USA keineswegs die zentrale Problemgruppe. Auch für Europa gilt: In jedem Land werden andere soziale Gruppen als problematisch wahrgenommen. Die mit der Migration verknüpften Lebenslagen bergen in sich jedoch die Grundlage für erhöhte Kriminalitäts- und Gewaltrisiken – als Täter wie als Opfer – und insofern ist nach dem genauen Zusammenhang von Migration und Kriminalität zu fragen (Krell/Kawamura-Reindl/Keicher 2002; Bukow 2003).

Zu den dominanten Erklärungsansätzen für kriminelles Verhalten von männlichen Migranten gehören die folgenden.

Institutioneller Rassismus: Zum einen können Organisationen und Institutionen der Gesellschaft in ihren Gesetzen, Verfahrensregeln, Normen, Arbeitsweisen und -abläufen Exklusionsmechanismen aufweisen, die ethnisierte, rassialisierte, kulturalisierte soziale Gruppen ausgrenzen, benachteiligen und herabsetzen. Zum anderen können Diskriminierungen (Ausgrenzung, Benachteiligung, Unangemessenheit) auch durch die Mitarbeiter_innen der Institutionen und Organisationen ausgeübt werden. Vor diesem Hintergrund lässt sich mit dem Labeling- bzw. Etikettierungsansatz nach den Akteuren und sozialen Prozessen fragen, von denen und innerhalb derer bestimmtes Verhalten überhaupt erst als kriminell oder abweichend definiert wird. Für die USA, so Loic Wacquant (2009), sei beispielsweise die enorme Zunahme der Häftlingspopulation seit den 1970er Jahren kein Ergebnis der Kriminalitätszunahme, sondern gehe einerseits auf den boomenden Strafverfolgungssektor zurück, der zunehmend privatisiert und gewinnorientiert orientiert arbeitet, sowie andererseits auf die Rücknahme staatlicher Sozialleistungen und auf die Strafverschärfung auf allen Ebenen, insbesondere bei Bagatelldelikten (vgl. auch Garland 2001). Wissenschaftliche Studien belegen, dass Migrant_innen in gesellschaftlich relevanten Einrichtungen wie der Schule aufgrund ihres Migrationsstatus‘ systematisch benachteiligt werden (Neumann et al. 2002). Für die USA beschreibt Ann Arnett Ferguson (2000) eindrücklich anhand ihrer dreijährigen Studie in einer US-amerikanischen Grundschule, dass afro-amerikanische Jungen für das gleiche Verhalten (Störungen des Unterrichts, Verstöße gegen die Schulordnung) überproportional stärker bestraft werden als andere Schüler_innen (Disziplinierung durch körperliche Gewalt, Isolierung in einem ‚Strafraum‘, Ausschluss vom Unterricht). Sie erklärt dies damit, dass das Handeln afro-amerikanischer Jungen bereits sehr früh als „faul“, „streitlustig“, „aufmüpfig“, „abweichend“ und „wie fürs Gefängnis gemacht“ etikettiert wird, was wiederum Einfluss auf die Bildungsabschlüsse und die Integration in den Arbeitsmarkt nimmt. Für Deutschland zeigen Mechthild Gomolla und Frank-Olaf Radtke (2009), wie ethnische Differenz von Lehrer_innen zur Grundlage für die Schullaufbahnempfehlung nach der Grundschule genutzt wird und schlechtere Deutschkenntnisse vor allem bei Kindern mit Migrationshintergrund zu einer Empfehlung für Sonderschulen führen. Für die deutsche Justiz verweisen Studien darauf, dass Jungen mit Migrationshintergrund für die gleichen Delikte von den Gerichten stärker bestraft werden als Deutsche (Buckolt 2009; Oberwittler/Lukas 2010). Florence Tsagué Assopgoum zeigt in ihrer Analyse der medialen Berichterstattung in Deutschland zwischen 1998 und 2000 zu Migrant_innen aus Afrika (vgl. Assopgoum 2011, S. 26), dass afrikanische Migrant_innen im semantischen Zusammenhang von „Irregulären“, Asylsuchenden, Flüchtlingen genannt werden, die in „Horden“, „Massen“, „Strömen“ kommen und als „Last“ für die europäischen Wohlfahrtsstaaten wahrgenommen werden (Assopgoum 2011, S. 236). Unter Generalverdacht, lediglich ein „Wirtschaftsflüchtling“ zu sein, der auf „Asylmissbrauch“ aus ist, wird im Diskurs eine Kriminalisierung vorgenommen. Illegalisiert und damit kriminalisiert wird zudem der Versuch von Migrant_innen, geographisch mobil zu sein. Öffentlich problematisiert wird im Zuge der Flüchtlingsbewegungen von Afrika nach Europa, dass die Kriminalisierung sich auch auf jene ausweitet, die Einwanderern helfen, über die Grenzen zu kommen (vgl. Schloenhardt 2015).

Familiäre Sozialisation: Ein Schwerpunkt der Studien liegt auf gewalttätigem Handeln. Psychologische Studien verweisen auf die Bedeutung früher Gewalterfahrungen durch die Eltern, die ein Wiederholen entsprechender Verhaltensmuster im Jugend- und Erwachsenenalter, obgleich nicht determinieren, so doch wahrscheinlich werden lassen. Ein in der Gesellschaft besonders breit rezipiertes und aufgrund seines immanenten Essentialismus wissenschaftlich vielfach in Frage gestelltes Erklärungsmuster für Gewaltanwendung in der Familie ist das kulturalistische: Demnach können Migranten traditionelle Werte und Familien- und Geschlechtervorstellungen aufweisen, die den gesellschaftlichen Konventionen im Ankunfts- bzw. deutschen Heimatland widersprechen und patriarchale und von Gewalt geprägte Männlichkeitsvorstellungen produzieren (Wilmers 2002; Heitmeyer/Müller/Schröder 1997). Allerdings, so gibt Christian Walburg (2014, S. 16) zu Bedenken, stellen migrantische Eltern, die ihre Kinder unter Einsatz von Gewalt erziehen, eine deutliche Minderheit dar. Ob Menschen zu Gewalt in der Erziehung neigen, hängt sozialwissenschaftlichen Studien zufolge auch von intakten sozialen und gesellschaftlichen Strukturen ab (so nimmt Gewalt in der Familie nach Kriegen zu, vgl. Grothe 2015, S. 180) und hängt zudem vom sozioökonomischen Status sowie dem Bildungsniveau der Eltern ab. So seien in Familien, in denen der Vater arbeitslos ist und/oder auf Sozialhilfe angewiesen ist, die Raten elterlicher Gewalt gegen Jugendliche signifikant höher (Pfeiffer/Wetzels/Enzmann 1999, S. 13; vgl. Baier/Pfeiffer 2007). Hingewiesen sei an dieser Stelle darauf, dass Kriminalität nicht automatisch Gewalthandeln ist und andersherum Gewalterfahrungen nicht automatisch in gewalttätiges oder anderweitig kriminelles Handeln münden.

Soziale Bezugsgruppen und männliche Identitätsstiftung: Gesellschaftliche Normen von Männlichkeit beinhalten oftmals Gewalt und männliche Gewalt ist gesellschaftlich positiver belegt als Gewalt, die von Frauen ausgeübt wird (vgl. Meuser 2002, S. 70). Dies gilt in besonderem Maße für die Wahrnehmung Schwarzer Männlichkeit, die laut bell hooks (1992, S. 89) in den USA als „psychologically ‚fucked up‘, dangerous, violent, sex maniacs“ wahrgenommen wird. Insofern Schwarze männliche Identität in Auseinandersetzung mit diesen Normen entwickelt und verinnerlicht wird, erscheint gewalttätiges Handeln von Männern nicht nur als opportun, um sich als ‚Mann‘ zu behaupten, sondern unter bestimmten Umständen als geradezu nötig, um überhaupt als ‚echter Mann‘ anerkannt zu werden. Während hooks aus Perspektive des afrikanisch-amerikanischen Feminismus Hoffnung in die Möglichkeit des individuellen Andershandelns und des kollektiven Neuentwurfs Schwarzer Männlichkeit setzt (1992, S. 93; 2004), betonen andere Studien die Begrenzungen individuellen Handelns. Gerade für marginalisierte Jungen und Männer, denen keine anderen Ressourcen (wenig Geld und geringe Bildung) zur Verfügung stehen, kann hypermaskulines Verhalten (Aggression, Gewalt, Homophobie, Misogynie) die letzte Möglichkeit sein, um die eigene Identität als Mann zu sichern und von anderen als solcher wahrgenommen und anerkannt zu werden (Messerschmidt 1993; Kersten 1997). Entgegen dieser Kompensationsthese verweisen weitere Studien darauf, dass Hypermaskulinität auch als Versuch gedeutet werden kann, das eigene Scheitern sowie die eigene Verletzungsoffenheit, d. h. körperliche Schwäche und emotionale Verletzlichkeit vor sich und anderen, zu leugnen oder zu kaschieren (Bereswill/Koesling/Neuber 2008; Neuber 2009). Hypermaskulinität und männliches Risikohandeln kann aber auch als ‚Normalfall‘, also als Teil der erwartbaren Entwicklung adoleszenter Jungen gedeutet werden (Meuser 2005, S. 315; Meuser 2003). So gehöre es zur ‚typischen‘ Identitätsstiftung von Jungen, dass sie sich kontinuierlich mit anderen Jungen vergleichen und messen (in verbalen, oft auch scherzhaften sowie körperbetonten Wettbewerben). Die Peer Group bzw. die Männer-Clique, die auch als Quelle individueller Anerkennung und Solidarität fungiert, kann dabei eine ganz eigene Gruppendynamik entwickeln, die sich von gesellschaftlich anerkannten Formen der männlichen Lebensführung unterscheidet und in Kombination mit weiteren Faktoren durchaus auch abweichende und von der Gesellschaft als „gefährlich“ stigmatisierte Männlichkeiten hervorbringt (vgl. Spies 2010; Spindler 2006).

Prekäre Lebenslagen: Die Lebenssituation als Flüchtling, Antragsteller auf Asyl und Illegaler ist prekär, d. h. sie ist von Unsicherheit, Angst vor Abschiebung, den Zumutungen in Flüchtlingsheimen, dem negativen Einfluss in kriminalitätsbelasteten Ballungsräumen (wie z. B. Großstädten, ghettoähnlichen Wohnsituationen, Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit) und einem provisorischen Leben im Übergang geprägt. Es gibt nur wenige Studien, die sich explizit der Frage widmen, ob es einen Zusammenhang von Männlichkeit und Kriminalität in diesen prekären Lebenssituationen gibt (vgl. Gruhlich 2008). Erwin Ebermann (2007, S. 166 f.) beschreibt die desolate Situation von afrikanischen Migranten in Wien, die aufgrund ihrer aufenthaltsrechtlichen Lage keine Arbeitserlaubnis erhalten oder aufgrund von Sprachbarrieren keine Ausbildung machen können, zudem oft auch obdachlos sind. Er stellt fest, dass sie auf die gesellschaftlich konstruierte Kriminalität ihrer Lebenssituation durchaus unterschiedlich reagieren: Eine Folge ist oft ein „totales Rückzugsverhalten, Passivität und ein depressives Erscheinungsbild“, manche sehen als Ausweg tatsächlich den Gang in die Kriminalität (Eingehen einer Scheinehe, das Dealen mit Drogen, ‚Schwarzarbeit‘), wiederum andere entscheiden sich für Tätigkeiten, die keine Arbeitsbewilligung erfordern (künstlerische Tätigkeiten). Dominic Pasura und Anastasia Christou (2017) zeigen in einer sozialwissenschaftlichen Studie zu afrikanischen Migranten in London, dass viele der von ihnen Befragten sich durch ihre berufliche Prekarität (fehlende Anerkennung beruflicher Ausbildungen, geringfügige Beschäftigung, Ausübung ‚weiblich‘ konnotierter Tätigkeiten wie Putzen oder Spülkraft im Restaurant, Arbeitsverbot oder Arbeitslosigkeit) auch im Hinblick auf die von ihnen als ‚normal‘ verinnerlichten patriarchalen Geschlechterverhältnisse, bei welchem sie als Familienernährer und häuslicher Entscheider fungieren,* in eine Krise geraten. Zu ähnlichen Befunden kommen auch (Mungai/Pease 2009, S. 210). Die Reaktionen auf diese Infragestellung ihrer Männlichkeit fallen sehr heterogen aus und reichen von Rückkehr ins Herkunftsland bis hin zum Gutheißen der neuen Rolle und Akzeptanz egalitärer Geschlechtervorstellungen, beinhalten jedoch durchaus auch Verweigerungshaltungen gegenüber jedweder Veränderung mit dem Argument der vermeintlich spezifischen afrikanischen Kultur, die auch Aggressivität (auch gegen Frauen) legitimiere. Deutlich wird an der Studie von Pasura und Christou auch, dass afrikanische Migranten heterogene Vorstellungen von Männlichkeit entwickeln und vereinheitlichende und verallgemeinernde Verhaltenszuschreiben Schwarzer Migranten zu kurz greifen.

Fazit

Die Selbst- wie die Fremdwahrnehmung Schwarzer Menschen wird durch die sozio-historisch geformten Diskurse um den Schwarzen Körper gerahmt. Der Körper wird zur Projektionsfläche für Neid und Begierde ebenso wie auch für Angst und Ablehnung. Die wirkmächtigen Bilder des exotischen und zugleich bedrohlichen Fremden sind im kulturellen Gedächtnis verankert und können unter bestimmten Umständen abgerufen und aktualisiert werden. Neben kulturellen Fremdheitszuschreibungen tragen auch strukturell benachteiligende Rahmenbedingungen zur Reproduktion diskriminierender Vorannahmen wie auch stereotyper Verhaltensmuster bei. Die Zuschreibung wie die Übernahme hypermaskuliner Verhaltensmuster ist eng mit machtpolitischen und ökonomischen Interessen verwoben und keine private Angelegenheit, sondern eine anerkennungsorientierte soziale Positionierung, die gerade Schwarzen Männern und Nicht-Weißen migrantischen Jugendlichen durch öffentliche Diskurse und sozio-ökonomische Strukturen nahegelegt und reproduziert wird. Insofern afrikanische Migranten tatsächlich hypermaskuline Verhaltensmuster aufweisen, muss demnach immer auch gefragt werden, inwiefern diese ein Produkt der Umgebung sind. Der von der Mehrheitsgesellschaft ausgeübte Alltagsrassismus ist aus dieser Perspektive kein ‚Randgruppenphänomen‘, sondern geht gerade auch die Weiße Mehrheitsgesellschaft an, die persönlich in rassistische Denk-, Gefühls- und Handlungsmuster eingebunden ist. Eine Antwort auf diese Einsicht wären Anti-Rassismus-Trainings, die gerade Multiplikator_innen und Beschäftigte in öffentlichen Institutionen sensibilisieren und zum Abbau von institutionellem Rassismus beitragen können.

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