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Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
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Schwesig: Gleichberechtigung ist eine Sache der Demokratie

„Am Internationalen Frauentag machen wir gemeinsam auf das aufmerksam, was wir wollen, was Frauen fordern und was Frauen zusteht“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf ihrem Empfang anlässlich des Internationalen Frauentags in Schwerin.

In diesem Jahr werden 100 Jahre Frauenwahlrecht gefeiert. “Ein Meilenstein für das Frauenrecht“, so die Regierungschefin. „Die Gleichstellung von Männern und Frauen steht im Grundgesetz. Die letzten 100 Jahre sind eine Erfolgsgeschichte der Gleichberechtigung. Sie zeigen: Es lohnt sich zu kämpfen. Es lohnt sich, dranzubleiben; und wir werden das weiter tun“, sagte Schwesig.

Die Ministerpräsidentin ging auf aktuelle Themen der Gleichstellung ein. Es gäbe noch immer besondere Ungerechtigkeiten, die angegangen werden müssten. Als Beispiele dafür nannte sie die Situation in sozialen Berufen und das Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit. „Die sozialen Berufe, in denen überwiegend Frauen arbeiten, sind oft schlechter bezahlt als die technischen Berufe, in denen überwiegend Männer tätig sind.“ Deshalb habe sie bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin für eine Lohnerhöhung in der Pflege gekämpft, „und zwar zu gleichen Bedingungen in Ost und West“.

Viele Frauen würden in der Teilzeitfalle stecken, Resultat sei eine Lohnlücke, „die wir alle kennen. Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer. Wir müssen die Strukturen angehen, um die Lücken zu schließen. Deshalb werden wir das Rückkehrrecht in Vollzeit bekommen. Auch dafür habe ich mich bei den Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene eingesetzt“.

Der Einsatz für Gleichstellung, für Frauenrechte sei immer angefeindet worden. „Manchmal versteckt, manchmal offen.“ Inzwischen sei es aber so: „Die Forderung nach Rechten und gleichen Chancen für Frauen und Männer zieht verstärkt Abneigung, Wut, ja bloße Feindseligkeit nach sich. Es ist der gleiche Hass, der sich gegen alles Fremde, gegen Andersdenkende, gegen kritische Medien und gegen Demokratie richtet. Wir alle müssen deutlich machen: Gleichberechtigung ist nicht nur eine Sache der Frauen, auch nicht nur eine Sache von Frauen und Männern. Sie ist eine Sache der Demokratie.“





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