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Lohnlücke schließen. Wettbewerbsfähigkeit stärken - Auftakt der Equal Pay Day Kampagne 2017

Lösungsansätze standen bei Soiree mit Bundesministerin Manuela Schwesig und Fachtagung in Berlin im Mittelpunkt

Gleichberechtigung und faire Löhne bringen Vorteile für Frauen, Männer und Wirtschaft. Doch noch immer fehlen Frauen in bestimmten Berufen, Branchen und auf den höheren Stufen der Karriereleiter und noch immer ist es in Deutschland schwierig, Familie und Beruf zu vereinbaren.

„Die Lohnlücke zu schließen, ist ein langer Weg, der nur gemeinsam beschritten werden kann. Jetzt müssen Frauen und Männer, Unternehmen, Politik und Sozialpartner gemeinsam die Ursachen angehen.“ erklärt Uta Zech, Präsidentin des BPW Germany.

Henrike von Platen, FairPay-Expertin und Past-Präsidentin des BPW Germany, ergänzt: „Das neue Gesetz ist genau der richtige Ansatz: Transparenz ist der erste Schritt auf dem Weg zur Lohngerechtigkeit – Fairplay ist FairPay! Jetzt geht es an die Umsetzung. Erst wenn jeder und jede an jedem Tag im Jahr sagt: „Ich werde fair bezahlt!“, haben wir unser Ziel erreicht. Am besten fangen wir heute damit an!“

Das Forum Equal Pay Day hat mit zwei Veranstaltungen am 18. und 19. Oktober die neue Kampagne zu 10 Jahren Equal Pay Day eingeläutet. Im Rahmen der Soiree am 18. Oktober diskutierten Bundesministerin Schwesig mit Ministerin für Gleichberechtigung in Schweden, Åsa Regnér, sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen, Kultur und Gesellschaft.

Bundesministerin Manuela Schwesig sagte zum Auftakt: „Die Arbeit von Frauen ist genauso viel wert wie die Arbeit von Männern. Das muss in die Köpfe, das muss in die Strukturen und Systeme der Bewertung von Arbeit, und das muss endlich auch auf den Gehaltszettel. Deswegen bringen wir den Gesetzentwurf für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern jetzt auf den Weg. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit den vorgeschlagenen Instrumenten dazu beitragen, dass sich die Kultur in unserer Arbeitswelt zum Positiven verändert – für Frauen und Männer gleichermaßen.“

Ministerin für Gleichberechtigung in Schweden Åsa Regnér ergänzt: „Schweden gilt als eines der Länder mit der höchsten Gleichstellung. Dennoch haben Frauenverbände in Schweden errechnet, dass Frauen nach 15.57 Uhr unbezahlt arbeiten. Männer bekommen bis 17.00 Uhr bezahlt. Dieses Verhältnis ist natürlich völlig unhaltbar, wie auch Unterschiede bei den Arbeitsbedingungen und die Verantwortung für die unbezahlte Arbeit im Haushalt und die Kinderbetreuung.“

Die Fachtagung am 19. Oktober nahm Lohntransparenz in der Praxis und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den Fokus. In drei Impulsvorträgen von Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrum Berlin, Nicolas Werner von Glassdoor Global Ltd. sowie Steffen Zoller, Geschäftsführer der kununu GmbH, wurden Ursachen der Lohnlücke und Lösungsansätze zur Beseitigung diskutiert. Die Vorträge werden in der Mediathek veröffentlicht.

Über den Equal Pay Day

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 21 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage, die Frauen zum Jahresanfang umsonst arbeiten müssen: 21 Prozent von 365 Tagen = 77 Tage. Der nächste Equal Pay Day ist am 18. März 2017.

Der Equal Pay Day wurde 2008 auf Initiative des Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. erstmals in Deutschland durchgeführt. Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women schufen 1988 mit der Red Purse Campaign ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff der BPW Germany auf, sodass die roten Taschen bundesweit zum Symbol des Equal Pay Day wurden.

Mehr zum Equal Pay Day unter www.equalpayday.de.





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