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Beiträge
aus dem Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
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Geschlecht und seine Auswirkung auf die Entscheidungsfindung in der (internationalen) Schiedsgerichtsbarkeit

Frauen in der Schiedsgerichtsbarkeit

Frauen haben ihren Weg in die juristischen Berufe gefunden. In der Justiz nehmen sie mittlerweile fast 50 Prozent der Richter- und Staatsanwaltspositionen ein. Es gibt aber im rechtlichen Bereich immer noch Berufssegmente und -felder, in denen Frauen krass unterrepräsentiert sind.

Dieser Beitrag befasst sich schwerpunktmäßig mit Anwältinnen in der Schiedsgerichtsbarkeit, warum sie dort unterrepräsentiert sind, welche Maßnahmen getroffen werden, sie zu fördern, und welche Auswirkungen die Zunahme von Frauen in diesem Bereich haben kann. Hierbei werden Beiträge einer Veranstaltung der großen internationalen Anwaltssozietät Hogan Lovells am 23. Januar 2020 in München zum Thema „Gender Differences in Dispute Resolution: Science, Experience and Practical Approaches“ vorgestellt.

Auch wenn es sich bei der schiedsgerichtlichen Tätigkeit um einen begrenzten Bereich vor allem in juristischen Großkanzleien handelt, in denen nur rund 4 Prozent der männlichen und 1,5 Prozent der weiblichen Anwälte arbeiten, sind die Ergebnisse generalisierbar.

Zum Verständnis der Situation dieser Anwältinnen wird diese vorab in den Kontext der Entwicklung in den anderen juristischen Bereichen, vor allem der Anwaltschaft, insgesamt gestellt.

Ein kurzer Blick auf die Geschichte der Frauen in den juristischen Berufen

Bis zur Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert waren Frauen vom Studium der Rechtswissenschaften und von der Zulassung zu den juristischen Berufen ausgeschlossen. Sie galten als zu weich für die harte juristische Arbeit und ihnen wurde abgesprochen objektiv urteilen zu können, was als Kernkriterium für juristische Arbeit angesehen wird. Ein Gesetz von 1922 gab Frauen schließlich das Recht auf Zulassung zu den juristischen Berufen, aber erst 1927 konnte die erste Richterin ihren Dienst aufnehmen. Im Dritten Reich wurden Frauen wieder von den juristischen Berufen ausgeschlossen, und nach dem zweiten Weltkrieg dauerte es eine Weile, bis die Zahl der Juristinnen nennenswert zunahm (Schultz 2012).

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