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Beiträge
aus dem Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
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Das Entgelttransparenzgesetz – Gender Pay Gap

Entgelt(un)gleichheit von Frauen und Männern

1. Gender Pay Gap

Nach wie vor klafft in Deutschland eine große Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern. So war der durchschnittliche Bruttostundenverdienst abhängig beschäftigter Frauen in der Privatwirtschaft 2016 mit 16,26 Euro deutlich niedriger als der von Männern (20,71 Euro), der Gender Pay Gap betrug somit 21 Prozent.* Damit liegt der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland deutlich über dem EU-Durchschnitt, wo er für das Jahr 2015 lediglich 16,3 Prozent betrug.* Die Zahlen geben allerdings nur Auskunft über die Entgeltdifferenz abhängig Beschäftigter). In tarifgebundenen Unternehmen (Flächen-TV) ist die Lohnlücke nach Untersuchungen um 10 Prozent niedriger als in nicht tarifgebundenen Unternehmen.* Die Entgeltlücke an sich sagt allerdings noch nichts über die Gründe der unterschiedlichen Entlohnung aus, nicht die gesamten 21 Prozent an geringerer Entlohnung sind direkt auf das Geschlecht zurückzuführen. Von einer bereinigten Entgeltlücke spricht man, wenn die Entlohnung von Frauen und Männern mit denselben, individuellen Merkmalen, mithin Frauen und Männer mit dem gleichen Bildungsniveau, in den gleichen Berufen und Branchen, auf der gleichen Führungsebene, derselben Beschäftigungsform (Vollzeit-, Teilzeit- und geringfügiger Beschäftigung) etc. verglichen wird.* Kritisiert wird jedoch, dass die bereinigte Entgeltlücke geschlechtsdiskriminierende Arbeitsbewertungen nicht berücksichtigt.* Die Höhe der bereinigten Entgeltlücke ist unter ÖkonomInnen umstritten.* So wird bspw. kritisiert, dass bei dem statistischen Verfahren zur Berechnung der „bereinigten“ Lohnlücke lediglich die Kriterien der Führungs- und Qualifikationsanforderungen in den Kriterienkatalog zur Beurteilung der Anforderungen und Belastungen einfließen,

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