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Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
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Besonderer Einsatz für Gleichbehandlung der Geschlechter: Antidiskriminierungsstelle zertifiziert Arbeitgeber

Vor dem Equal Pay Day am 18. März hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes mehrere Arbeitgeber zertifiziert, die das Analyseinstrument „Gleichbehandlungs-Check (gb-check)“ angewendet haben. Die Antidiskriminierungsstelle und die ausgezeichneten Unternehmen setzten damit ein Zeichen für mehr Geschlechtergerechtigkeit.

„Die Unternehmen setzen ein wichtiges Signal für Geschlechtergerechtigkeit“, sagte der kommissarische Leiter der Antidiskriminierungsstelle, Bernhard Franke, in Berlin. „Dahinter liegt natürlich die Verpflichtung, auch in Zukunft verstärkt auf Gleichbehandlung zu setzen.“ Zertifiziert werden in diesem Jahr die Stadt Mannheim, die Hochschulmedizin Dresden, die Investitionsbank Schleswig-Holstein sowie die Berufsgenossenschaft Holz und Metall.

Mit dem gb-check können Arbeitgeber und Interessenvertretungen potenzielle Diskriminierungen wegen des Geschlechts im Betrieb identifizieren, Ungleichbehandlungen vorbeugen und Maßnahmen entwickeln, um die Chancengleichheit voranzubringen. Es können sechs Bereiche geprüft werden: die Stellenausschreibung, der Bereich der Einstellung und des Aufstiegs, die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen, die betriebliche Weiterbildung, die Beurteilung und die Arbeitszeit. Am gb-check haben sich seit dem Start des Projekts 2016 insgesamt 19 Arbeitgeber beteiligt.

Das sagen die teilnehmenden Unternehmen zum Prüfverfahren mit dem gb-check:

„Das Instrument gb-check gibt gute Impulse zur Analyse im Bereich der Gleichbehandlung. Durch die Teilnahme haben wir festgestellt, dass wir als BG Holz und Metall bereits auf dem richtigen Weg sind.“ Corinna Elschner, Stellv. Gleichstellungsbeauftragte der Berufsgenossenschaft Holz und Metall

„Die Gleichstellung und Gleichbehandlung aller Beschäftigten bildet das Fundament der Personalstrategie der Hochschulmedizin Dresden. Daher war uns der externe Blick auf die bereits vorhandenen Angebote und Maßnahmen besonders wichtig. Nur so kann das eigene Handeln hinterfragt und optimiert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass wir im Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät bereits gut bis sehr gut aufgestellt sind. Für uns waren es intensive Workshops, die in einigen Bereichen weiteres Entwicklungs- und Verbesserungspotenzial aufgezeigt haben.“ Dr. Thomas Hurlebaus, Leiter Geschäftsbereich Personal und Recht, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

„Als lernende Organisation mit dem Anspruch, eine der modernsten Stadtverwaltungen deutschlandweit zu sein, haben wir mit dem Gleichbehandlungscheck in Mannheim definitiv eine weitere Wegmarke auf unserem Weg zu einer geschlechterbewussten Personalpolitik erreicht. Durch die Möglichkeit, unser Eigenbild mit dem Fremdenbild zu vergleichen, konnten wir selbstbestimmend und im Rahmen unserer individuellen Möglichkeiten konkrete weitere Schritte planen, die umsetzbar sind.“ Zahra Deilami, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mannheim

„Die Personalstrategie der IB.SH berücksichtigt selbstverständlich auch die Aspekte der Gleichbehandlung der Geschlechter. Mit Hilfe des bereits erfolgreich durchgeführten eg-check und des jetzt aktuell abgeschlossen gb-check konnten wir unsere Arbeit gut überprüfen. Die Antidiskriminierungsstelle ermöglicht mit diesen Analyseinstrumenten eine neutrale Erarbeitung der Fakten und eine gute Hilfe bei der Bewertung der Ergebnisse und Ableitung von Maßnahmen. Die Überprüfung der Gleichbehandlung in der Personalarbeit und im Handeln aller Verantwortlichen ist von strategischer Bedeutung für uns. Die Erkenntnisse und Maßnahmen dienen der Weiterentwicklung in unserem Haus. Unser Dank an die Auditorinnen für die Projektarbeit!“ Knuth Lausen, Bereichsleiter Personal Investitionsbank Schleswig-Holstein

Weitere Informationen zur Teilnahme am Projekt „Gleicher Lohn“ finden Sie hier.





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