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aus dem Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
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10. Dezember: 70 Jahre Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen

Der Landesfrauenrat Hamburg erinnert an den 10. Dezember 1948, die UN-Vollversammlung verabschiedete die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. In das deutsche Grundgesetz wurde die UN Menschenrechtserklärung aufgenommen. Artikel 1 Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar...“. Mit einem frauenspezifischen Appell richtet sich die Ehrenvorsitzende des Landesfrauenrats Hamburg, Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath an Frauen und Männer.

„Sind Frauenrechte Menschenrechte? Diese absurde Frage bedurfte der Klärung auf der UN- Menschenrechtskonferenz 1993! Unvorstellbar. Aber auch heute ist es unvorstellbar, dass FrauenMenschenrechte verhöhnt, verachtet und mit Füßen getreten werden. Überall. Weltweit.

Deswegen: die UN- Menschenrechtserklärung von 1948 hat allen Frauen und Männern das gleiche Recht und die gleiche Würde zugesichert. Ein revolutionäres völkerrechtliches Dokument, das erstmals die „Männerformel“ eliminierte und davon sprach, dass alle Menschen gleich an Rechten und Würde sind. 70 Jahre später sind wir immer noch nicht am Ziel. Wir müssen nicht nur erinnern, sondern einfordern: Frauenrechte sind Menschenrechte!

Die Allgemeine Menschenrechtserklärung von 1948 ist nicht nur ein wundervoll formuliertes Dokument, sondern Ausdruck davon, dass nach grauenhaften Weltkriegen die Weltgemeinschaft zu einer neuen Weltordnung bereit war, die dem Menschen und seinen Rechten den zentralen Platz in der Weltgemeinschaft einräumte, der ihm zustand. Seine Rechte, sein Würde sollten unveräußerlich, unteilbar und universal sein. Wie die Feststellung der Menschenrechte in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 und auch ihr Pendant in der französischen Verkündung von 1789, unterstellt die Allgemeine Erklärung der UN, dass Menschenrechte nicht verliehen, nicht durch einen Kontrakt vereinbart und gar obrigkeitsstaatlich gewährt werden. Sie gelten kraft einer "self-evident truth", wie es Amerikas Verfassungsväter formuliert hatten, kraft einer Wahrheit, die sich von selbst versteht. Die Erklärung ist das heute am meisten übersetzte Dokument der Welt und die erste Darlegung von universellen Menschenrechten für alle Menschen in einem individuellen Kontext. Dies ist auch dem menschenrechtlichen Engagement einer Frau zu verdanken, der amerikanischen Präsidentenwitwe Eleonore Roosevelt.

Mit der Freiheit und Menschenwürde an der Spitze gehören dazu vor allem klassische Freiheitsrechte wie die körperliche Unversehrtheit, Meinungs-, Religions- und Versammlungsfreiheit sowie das Recht auf Nichtdiskriminierung und Gleichbehandlung.

Heute sind Menschenrechte bedroht – weltweit. Der Rückzug der Trump- USA aus dem UN-Menschenrechtsrat ist nur ein Zeichen. Die Zunahme autoritärer Regime, rechtspopulistischer Regierungen und Bewegungen sowie fundamentalistischer Orientierungen gefährdet Menschen- und Frauenrechte. Deswegen: Frauen, organisiert Euch! Aufstehen gegen Sexismus, Diskriminierung und Ungleichheit- für FrauenMenschenrechte weltweit!“





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