Werden Sie Premium-Mitglied!
Als Premium-Mitglied profitieren Sie uneingeschränkt von allen Inhalten.
Jetzt gratis Newsletter abonnieren!
Beiträge
aus dem Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
Beiträge lesen >>
 

Sie möchten folgenden Artikel lesen?

Frauen in den Instanzen der Justiz – Täterinnen und Strafjustiz im europäischen Vergleich

Das System der Strafjustiz ist in den einzelnen Ländern höchst unterschiedlich organisiert, und dessen Organisationen sind mit höchst unterschiedlichen Befugnissen ausgestattet. So ist es in einigen Ländern möglich, dass die Polizei bei Jugendlichen eine de facto Diversion vornimmt, während das in anderen Ländern den Staatsanwaltschaften obliegt, z. B. in Deutschland. Weltweit werden das angelsächsische (common law) Strafrechtssystem – also z. B. in Großbritannien, den USA, und Kanada und den zahlreichen ehemaligen englischen Kolonien, das sogenannt kontinentale (civil law), durch den Code Napoleon geprägte System, das in den europäischen Ländern, Lateinamerika und einigen Ländern in Asien, sowie den ehemaligen französischen Kolonien in Afrika vorherrscht, und das Gebiet des islamischen Rechts unterschieden. Allerdings arbeiten selbst innerhalb Europas die einzelnen Strafrechtssysteme höchst unterschiedlich, selbst wenn die Mehrheit zur Familie des kontinentalen Rechts gehört. Vergleiche gestalten sich daher besonders schwierig, da die verschiedenen beteiligten Akteure unterschiedliche Befugnisse haben, so dass äquivalente Bearbeitungswege und Organisationen für einen Vergleich identifiziert werden müssen. Ein besonders wichtiger Vergleichspunkt ist der Eintritt / Erstkontakt mit dem Justizsystem bei einer Straftat. Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Rate der bei einem solchen Erstkontakt identifizierten weiblichen und männlichen Täter bzw. Tatverdächtigen (angeordnet von der höchsten zur niedrigsten Rate für weibliche Tatverdächtige). Diese Daten dürfen nicht als tatsächliche Prävalenzraten der Kriminalität verstanden werden. Vielmehr spiegelt sich hier die spezifische Organisation der Strafjustiz und insbesondere die Aktivität und Organisation der Polizei in den verschiedenen Ländern wider, wie auch das unterschiedliche Ausmaß der Kriminalisierung bestimmter Verhaltensweisen (z. B. Betteln, öffentlicher Alkoholkonsum und –missbrauch, Prostitution u. a.).



Dieser Beitrag ist unseren Premium-Mitgliedern vorbehalten.

Nur als Premium-Mitglied haben Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Fachartikel, Hörbücher, Videos und Checklisten unseres Informationsportals www.dasGleichstellungsWissen.de!

Ihre Anmeldung dauert nur zwei Minuten: Sofort nach Ihrer Anmeldung stehen Ihnen alle Beiträge für Premium-Mitglieder zur Verfügung.

Sie sind bereits Premium-Mitglied?   

  Login